Willicher Turnverein 1892 e.V.
Gesund und fit - mach doch mit!

03.12.2016

U15 - Am Ende die Nase vorn, dank intelligentem Zusammenspiel

Basketball/Willicher TV:  DJK Adler Frintrop  – Willicher TV JKLU15w  61:70 (32:26).

Großgewachsene Mädels, wenn auch technisch nicht brilliant, und eine extrem kleine Halle – das waren die zunächst augenscheinlichen Eindrücke, die sich dem Willicher Team beim Auswärtsspiel in Essen boten. Gökce Subay verletzte sich vor dem Spiel und Leona Hesse konnte erst gar nicht mit anreisen. Entsprechend holprig verlief der Start ins Match und die gegnerische Mannschaft lag bereits nach fünf Minuten mit acht Punkten vorn. Hier half kein Lamentieren, denn zu den zuvor erwähnten schlechten Rundumbedingungen kam auch noch eine Schiedsrichterin hinzu, die die technischen Unzulänglichkeiten des Heimteams ignorierte. Eine Spielanzeige gab es auch nicht. Trotzdem schaffte es der Willicher TV dank Lydia Sy sich bis zum Ende des ersten Viertels auf einen Gleichstand heran zu kämpfen. Shirin Franke konnte durch engagierten Einsatz zwei Sprungbälle für die Gastmannschaft einheimsen.

Im zweiten Viertel konnten die Gegnerinnen das Zepter jedoch wieder in die Hand nehmen und profitierten hier von einer der Schiedsrichterin scheinbar nicht bekannten 3 Sekunden Regel. Ansonsten hätte das Spiel schon zu diesem Zeitpunkt völlig anders aussehen müssen. Alle gegnerischen Spielerinnen konnten sich zeitlich ungehindert in der Zone breit machen. Keine Chance für die Willicher auf Höhe zu bleiben, zumal die durch gegnerische Fouls erwirtschafteten Freiwurfchancen ausgelassen wurden. Auch Johanna Schick war nur noch durch ein gegnerisches Foul zu bremsen. Zur Pause verabschiedete man sich mit sechs Punkten Rückstand in die Halbzeit. 

In der Kabine wurden die Mädels darauf eingeschworen nicht zu hadern mit den strittigen Entscheidungen und einfach nur einen lockeren Ball zu spielen. Rosalie Weissbarth verstand es sich mit körperbetontem Einsatz durchzusetzen und gegen ihre Gegenspielerin zum Korb zu ziehen. Auch Anna van der Sant steuerte wichtige Punkte bei. Das Spiel wurde wieder enger und vor dem letzten Viertel hatten die Mädels aus Willich die Nase mit gerade zwei Punkten vorne.

Nachdem sie bereits im dritten Viertel brillierte, zeigte Ronja Pavsek jetzt ihr ganzes Können und setzte sich mit intelligenten Spielzügen durch. Beim Kampfgericht herrschte Chaos, die Zeitnahme fiel aus. Jetzt mischte sich auch Lana Eichenhofer ins Geschehen ein. Zur Hälfte des letzten Viertels lang Willich mit 52:62 vorne, aber jetzt ließ man sich wieder einfache Bälle einschenken und der Gegner konnte bis auf sechs Punkte herankommen. Am Ende mutierte Ronja Pavsek mit ihren zwei Schlusstreffern zum Matchwinner und konnte das Spiel mit 61:70 nach Hause fahren.

„Wir müssen in der Defense wesentlich besser stehen und das wird für die Rückrunde unser erklärtes Trainingsziel. Es war heute ein wirklich anstrengendes Spiel, da mehr die Rahmenbedingungen als das Spiel selbst, den Fokus einnahmen“, kommentierten die Trainer.

Es spielten: Shirin Franke, Rosalie Weissbarth, Gökce Subay, Ronja Pavsek, Lana Eichenhofer, Johanna Schick, Lydia Sy, Anna van der Sant